Der richtige Termin für den ersten Schnitt

Stand: 04/09/2020
Möchte man Grassilagen von bestmöglicher Qualität ernten, ist der richtige Schnittzeitpunkt ganz entscheidend. Der „optimale“ Schnittzeitpunkt ist ein Abwägen zwischen einem hohen Ertrag und guten Qualitäten für die wiederkäuergerechte Ernährung der Kühe. Denn mit dem Alterungsprozess des Bestandes nehmen Ertrag und Rohfasergehalt zu, während der Rohprotein- und der Energiegehalt in den Gräsern nach dem „optimalen“ Schnittzeitpunkt abnehmen.

Bestimmung des „optimalen“ Schnittzeitpunktes

Der richtige Schnittzeitpunkt für den ersten Schnitt lässt sich anhand des Reifestadiums der Hauptertragsbildner abschätzen. Die Mahd soll zu Beginn des Ähren-/Rispenschiebens bzw. der Knospe erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt hat der Aufwuchs Rohfasergehalte um die 22%. Allerdings ist dies nur innerhalb weniger Tage der Fall. Daher heißt es, die eigenen Grünlandbestände zu beobachten. Zunächst verschafft man sich wöchentlich einen Überblick. Rückt der Erntetermin näher, wird eine tägliche Betrachtung der Bestände notwendig.

In der Mitte des Bestandes werden zur Bestimmung des Entwicklungsstadiums die Blattscheiden der Hauptbestandsbildner untersucht. Das Ähren-/Rispenschieben beginnt mit dem Herauswachsen der Ähre/Rispe aus der Blattscheide und endet mit dem Sichtbarwerden der kompletten Ähre/Rispe.

Ganz genau lässt sich der „optimale „Schnittzeitpunkt ermitteln, wenn Frischgrasproben der eigenen Bestände im Labor auf Trockenmasse und Rohfaser untersucht werden.

Eine Hilfestellung bieten auch Schnittzeitpunktprognosen. Da sich die Bestände Regional sehr unterschiedlich entwickeln können, ist es wichtig Ergebnisse eines Standortes zum Vergleich heranzuziehen, dessen Eigenschaften den Eigenschaften Ihrer Flächen entsprechen.Schnittzeitpunktprognosen werden in verschiedenen Bundesländern durch die Offizialberatung und in Luxemburg durch CONVIS durchgeführt.

Was tun bei unterschiedlicher Entwicklung der Flächen?

Da die Bedingungen standortspezifisch sehr unterschiedlich sein können, ist es wichtig, dass die Entwicklung der Bestände auch innerhalb des Betriebs an allen Standorten geprüft wird.

Unkompliziert ist es, wenn die Bestände gleichmäßig abreifen. Ackergras erreicht das Stadium des Ähren-/Rispenschiebens einige Tage früher als das Dauergrünland. Bei Flächen, die so unterschiedlich abreifen, gibt es zwei Möglichkeiten. Oft wird ein Mittelweg gewählt. Dabei wird das Ackerfutter meist länger stehen gelassen und zum „optimalen“ Schnittermin des Dauergrünlandes geschnitten. So kann das Grüngut in einem Schwung einsiliert werden. Eine weitere Möglichkeit ist, die frühen Flächen getrennt von den späten Flächen zu ernten. Dafür müssen die Flächen aber so groß sein, dass die frühen und die späten Flächen je ein Silo füllen. Denn es ist keine Option das bereits geschlossene Silo noch einmal zu öffnen. Kleinpartien können auch in Rundballen oder im Schlauch siliert werden.


Grafik: DLR

Foto: Pixabay
Möchte man Grassilagen von bestmöglicher Qualität ernten, ist der richtige Schnittzeitpunkt ganz entscheidend. Der „optimale“ Schnittzeitpunkt ist ein Abwägen zwischen einem hohen Ertrag und guten Qualitäten für die wiederkäuergerechte Ernährung der Kühe. Denn mit dem Alterungsprozess des Bestandes nehmen Ertrag und Rohfasergehalt zu, während der Rohprotein- und der Energiegehalt in den Gräsern nach dem „optimalen“ Schnittzeitpunkt abnehmen.

Bestimmung des „optimalen“ Schnittzeitpunktes

Der richtige Schnittzeitpunkt für den ersten Schnitt lässt sich anhand des Reifestadiums der Hauptertragsbildner abschätzen. Die Mahd soll zu Beginn des Ähren-/Rispenschiebens bzw. der Knospe erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt hat der Aufwuchs Rohfasergehalte um die 22%. Allerdings ist dies nur innerhalb weniger Tage der Fall. Daher heißt es, die eigenen Grünlandbestände zu beobachten. Zunächst verschafft man sich wöchentlich einen Überblick. Rückt der Erntetermin näher, wird eine tägliche Betrachtung der Bestände notwendig.

In der Mitte des Bestandes werden zur Bestimmung des Entwicklungsstadiums die Blattscheiden der Hauptbestandsbildner untersucht. Das Ähren-/Rispenschieben beginnt mit dem Herauswachsen der Ähre/Rispe aus der Blattscheide und endet mit dem Sichtbarwerden der kompletten Ähre/Rispe.

Ganz genau lässt sich der „optimale „Schnittzeitpunkt ermitteln, wenn Frischgrasproben der eigenen Bestände im Labor auf Trockenmasse und Rohfaser untersucht werden.

Eine Hilfestellung bieten auch Schnittzeitpunktprognosen. Da sich die Bestände Regional sehr unterschiedlich entwickeln können, ist es wichtig Ergebnisse eines Standortes zum Vergleich heranzuziehen, dessen Eigenschaften den Eigenschaften Ihrer Flächen entsprechen.Schnittzeitpunktprognosen werden in verschiedenen Bundesländern durch die Offizialberatung und in Luxemburg durch CONVIS durchgeführt.

Was tun bei unterschiedlicher Entwicklung der Flächen?

Da die Bedingungen standortspezifisch sehr unterschiedlich sein können, ist es wichtig, dass die Entwicklung der Bestände auch innerhalb des Betriebs an allen Standorten geprüft wird.

Unkompliziert ist es, wenn die Bestände gleichmäßig abreifen. Ackergras erreicht das Stadium des Ähren-/Rispenschiebens einige Tage früher als das Dauergrünland. Bei Flächen, die so unterschiedlich abreifen, gibt es zwei Möglichkeiten. Oft wird ein Mittelweg gewählt. Dabei wird das Ackerfutter meist länger stehen gelassen und zum „optimalen“ Schnittermin des Dauergrünlandes geschnitten. So kann das Grüngut in einem Schwung einsiliert werden. Eine weitere Möglichkeit ist, die frühen Flächen getrennt von den späten Flächen zu ernten. Dafür müssen die Flächen aber so groß sein, dass die frühen und die späten Flächen je ein Silo füllen. Denn es ist keine Option das bereits geschlossene Silo noch einmal zu öffnen. Kleinpartien können auch in Rundballen oder im Schlauch siliert werden.


Grafik: DLR

Die wichtigsten Regeln für eine optimale Grassilagebereitung sind hier zusammen gefasst: 10 Regeln zur Grassilagebereitung



Christoph.Steilen@dlr.rlp.de     www.DLR-Eifel.rlp.de drucken nach oben  zurück