Empfehlungen zum Umgang mit abgepumpter Muttermilch und mitgebrachter Babynahrung für Kindertagesstätten und Tagesmütter

Die Versorgung von Säuglingen und Kleinkindern bringt weitergehende Anforderungen mit sich als dies bei der Betreuung von dreijährigen und älteren Kindern der Fall ist.
Tagesmütter und zunehmend auch Kindertagesstätten müssen sich entsprechend mit Fragen der Säuglingsernährung auseinander setzen.

Hinweise zum Umgang mit abgepumpter Muttermilch
  • Die Milch muss bei Temperaturen bis 4 °C im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie ist maximal drei Tage haltbar.
  • Tiefgekühlt ist die Milch bei maximal -18 °C bis zu sechs Monate haltbar.
  • Beim Transport darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden.
  • Zum Lagern sollten Glas- oder Kunststoffflaschen verwendet werden. Bevor die Milch eingefüllt wird, müssen die Flaschen ausgekocht (sterilisiert) werden. Die Flaschen werden mit Datum und Uhrzeit beschriftet. Auf dem Markt sind auch spezielle Kunststoffbeutel zum Auffangen und Lagern der abgepumpten Milch.
  • Die Milch wird in warmem Wasser (maximal +37 °C) oder im Flaschenwärmer mit Warmluft auf Körpertemperatur erwärmt. Mikrowellengeräte sind zum Auftauen und Erwärmen ungeeignet, weil hierbei die Erwärmung nicht gleichmüßig erfolgt und wertvolle Bestandteile der Muttermilch zerstört werden können.
  • Aufgetaute Muttermilch kann sich in eine wässrige und fetthaltige Phase trennen. Durch vorsichtiges Schütteln vermischen sich die Bestandteile wieder.
  • Tiefgefrieren kann zu leichten Farbveränderungen der Milch führen, die Milch ist deshalb aber nicht verdorben.
  • Erwärmte Reste von Muttermilch dürfen nicht noch einmal verwendet werden.

Hinweise zum Umgang mit Babynahrung
Von den Eltern vorgekochte und in die Kindertagesstätte mitgebrachte Babynahrung muss vor dem Verzehr auf +70 °C erhitzt werden. Fertignahrung ist daher für Kindertagesstätten aus hygienischer und ernährungsphysiologischer Sicht besser geeignet.


Quelle:
Joachim Baumann, Stadtverwaltung Neustadt a.d. Weinstraße, Abteilung Ordnung, Umwelt und Bürgerdienste (Lebensmittelüberwachung), mündliche Auskunft 2006

Weitere Information:
Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) Dortmund, im Internet unter www.fke-do.de





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