Innovatives Wahlpflichtmodul Smart Farming

Stand: 05/25/2026
Seit dem Schuljahr 2025 wird in der Technikerklasse das Modul Smart Farming angeboten. In diesem Modul konnten die Schüler zwischen dem Schwerpunkten Pflanzenbau oder Tierhaltung entscheiden.

Pflanzenbau
Im Bereich Pflanzenbau setzen die Schüler/innen eigene Projekte um, etwa automatisierte Lenksysteme für Traktoren, Systeme zur gezielten Steuerung von Pflanzenschutzspritzen, Steuerungen für Holzladekräne oder die automatische Einstellung eines Kartoffelroders. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von Open-Source-Technologien, die nicht nur leicht zugänglich, sondern auch kostenlos nutzbar sind. Diese offenen Plattformen ermöglichen es, bestehende Lösungen anzupassen und weiterzuentwickeln, ohne von teurer Spezialsoftware abhängig zu sein. Ein 3D-Drucker, der speziell für das Modul angeschafft wurde, hilft den Schüler/innen dabei, maßgeschneiderte Bauteile für ihre Projekte herzustellen. So verbinden die Schüler/innen Theorie und Praxis und erwerben Kompetenzen, die sie für eine moderne Landwirtschaft benötigen. Die Ergebnisse der im Bereich Pflanzenbau umgesetzten Projekte präsentierten die Schüler/innen den Berufsschulklassen der Land- und Baumaschinenmechaniker der Theobald-Simon-Schule, die hierzu das DLR Eifel besuchten. In Fachgesprächen und Vorführungen wurden insbesondere Lösungen aus den Bereichen Automatisierung, Sensorik und Maschinensteuerung vorgestellt und diskutiert.

Foto: Großes Interesse bei den Präsentationen der Projektergebnisse bei den Schülern der TSS-Schule

Tierhaltung
Im Bereich Tierhaltung lernen die Schüler/innen verschiedene digitale Assistenz­systeme aus diesem Gebiet kennen. Es sind eine Vielzahl von Systemen in der Landwirtschaft im Einsatz, und eine Entscheidung für das „richtige“ System für den eigenen Betrieb fällt nicht leicht. In ihrem Projekt bearbeiten die Schüler/innen eine mögliche Entscheidungsfindung. Diese reicht von der Ermittlung des betrieblichen Nutzens bis hin zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit. Betriebsbesuche zum Kennenlernen unterschiedlicher System­lösungen sowie dem Meinungsaustausch bzgl. der Erfahrungen und Beweggründe der Betriebsleiter für oder gegen ein digitales System waren hier eine wertvolle Ergänzung.


Exkursionen
Abgerundet wurde das Modul mit einer zweitägigen Exkursion zum Versuchs- und Bildungszentrum Haus Düsse. Hier wurde der neue Projektstall „Stall der Zukunft“ besichtigt, ergänzt mit Vorträgen zu Smart Farming im Ackerbau und innovativen Techniken im Milchviehstall. Ein weiterer Besuch führte die Gruppe zur
Hante Agrarservice GmbH, einem regionalen Lohnunternehmen mit einem breiten Leistungsspektrum, von der Gülleausbringung, über Bodenbearbeitung bis hin zu Ernte und digitaler Dokumentation. Neben dem Lohnbetrieb entwickelt und vertreibt Hante eigene ISOBUS-Lösungen, darunter ein System zur automatischen Geräteidentifikation und lückenlosen Arbeitsdokumentation sowie eine Steuerungsplattform, die eine benutzerfreundliche, bildbasierte Programmierung von Maschinenfunktionen auf ISOBUS-Basis ermöglicht.
Zusätzlich wurde der Milchviehbetrieb Milk & More Schlüter in Haltern am See besucht, der moderne Technik und Managementsysteme nutzt. Besonders interessant für die Schüler war das Ohrmarkensystem Eartag Life von Smartbow, das die Datenerfassung und das gezielte Auffinden einzelner Tiere im Stall durch integrierte LED-Signale erleichtert.


Seit dem Schuljahr 2025 wird in der Technikerklasse das Modul Smart Farming angeboten. In diesem Modul konnten die Schüler zwischen dem Schwerpunkten Pflanzenbau oder Tierhaltung entscheiden.

Pflanzenbau
Im Bereich Pflanzenbau setzen die Schüler/innen eigene Projekte um, etwa automatisierte Lenksysteme für Traktoren, Systeme zur gezielten Steuerung von Pflanzenschutzspritzen, Steuerungen für Holzladekräne oder die automatische Einstellung eines Kartoffelroders. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von Open-Source-Technologien, die nicht nur leicht zugänglich, sondern auch kostenlos nutzbar sind. Diese offenen Plattformen ermöglichen es, bestehende Lösungen anzupassen und weiterzuentwickeln, ohne von teurer Spezialsoftware abhängig zu sein. Ein 3D-Drucker, der speziell für das Modul angeschafft wurde, hilft den Schüler/innen dabei, maßgeschneiderte Bauteile für ihre Projekte herzustellen. So verbinden die Schüler/innen Theorie und Praxis und erwerben Kompetenzen, die sie für eine moderne Landwirtschaft benötigen. Die Ergebnisse der im Bereich Pflanzenbau umgesetzten Projekte präsentierten die Schüler/innen den Berufsschulklassen der Land- und Baumaschinenmechaniker der Theobald-Simon-Schule, die hierzu das DLR Eifel besuchten. In Fachgesprächen und Vorführungen wurden insbesondere Lösungen aus den Bereichen Automatisierung, Sensorik und Maschinensteuerung vorgestellt und diskutiert.

Foto: Exkursion zum Betrieb Milk&More nach Haltern
Fotos: Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Eifel

Insgesamt zeigten die Präsentationen und Exkursionen in diesem Wahlpflichtmodul anschaulich, wie digitale Technologien in der heutigen Landwirtschaft eingesetzt werden – von der präzisen Feldarbeit über vernetzte Maschinensteuerung bis hin zur datenbasierten Tierhaltung – und ermöglichten den Schülern der Technikerklasse eine fundierte Bewertung ihrer Praxistauglichkeit und ihres betrieblichen Nutzens.

Johannes Blang und Andrea Neu-Zahren, DLR Eifel
Johannes.Blang@dlr.rlp.de     www.DLR-Eifel.rlp.de