Die Witterung im Bereich des DLR Eifel
Niederschläge und Temperaturen

Es gibt ein deutliches Gefälle der durchschnittlichen Jahresniederschlägen von den höheren Lagen der Eifel und des Hunsrücks zur Mosel hin. In der Eifel reichen sie von über 1000 mm (Hocheifel) bis unter 700 mm im Süden zur Mosel und in Richtung zum zum Großherzogtum Luxemburg; und im Hunsrück von über 1100 mm in den höchsten Lagen bid ebenfalls - in Moselnähe - unter 700 mm.
Es gibt sehr große Unterschiede zwischen den Jahren. Und neben einer Tendenz steigender Niederschläge im Jahresdurchschnitt auch eine Tendenz steigender Niederschläge im Winterhalbjahr. Die Sommerhalbjahre werden durchschnittlich eher trockener.


Niederschläge: Relativ große Unterschiede auf kurzer Distanz
Die höchsten Niederschläge in den Kreisen Bitburg-Prüm und Daun fallen im Bereich der Schneifel (nördlich von Prüm) in den südlichen Ausläufern der Hohen Eifel (nordwestlich von Daun) und im Islek (etwa von Habscheid in Richtung Südosten bis über Waxweiler hinaus). Mit durchschnittlich über 1100 mm liegen die höchsten Niederschlagsmengen im Hunsrück im Bereich des höchsten Berges des Landes Rheinland-Pfalz, dem Erbeskopf.
Die Gebiete mit den höheren Durchschnittlichen Jahresniederschlägen, sind im Allgemeinen auch die höheren und die kühleren Lagen. Im Bereich der Regenschattengebieten (z.B. in der Eifel von West nach Ost) erreichen die Niederschläge auch in den höheren Lagen nur noch eine geringere Höhe und die Temperaturen bleiben auf einem niedriegerem Niveau. Daraus folgt, dass dort verstärkt Kahlfröste auftreten und manche Kulturpflanze im Winter schädigen - dabei treten Wechselfröste (= nachts Kahlfrost, tagsüber auftauen) besonders heftig.
Auch zwischen den Jahren gibt es sehr große Unterschiede: An der Wetterstation Bitburg des DLR-Eifel in Bitburg werden seit 1951 die Witterungsdaten aufgezeichnet. Die trockensten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen waren das Jahr 1953 mit 519 mm Niederschlag, 1959 mit 530 mm und 1976 mit 577 mm. Die meisten Niederschläge fielen in den Jahren 2000 mit 1019 mm, 2001 mit 1023 und 1977 1044mm.


Temperaturen
Zu Beginn der 1960er Jahre gingen die Jahresdurchschnittstemperaturen deutlich zurück. Das kühlste Jahr war das Jahr 1962 mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von nur 5,2 ° C. Weitere 3 Jahre lagen deutlich unter 7 °C, nämlich 1963 mit 6,2 °C, 1961 mit 6,3°C und 1965 ,mit 6,5 °C.
Ab den 1960er Jahren ist ein deutlicher Temperaturaufstieg festzustellen. Die Jahre mit den höchsten Durchschnittstemperaturen woran das Jahr 2001 mit 11,1 °C, und 1990 und 1194 mit jeweils 11,2 °C.

Die tendenziell zunehmenden Niederschläge im Winterhalbjahr (in Verbindung mit milden Wintern) und abnehmenden Niederschläge im Sommerhalbjahr bringen der Landwirtschaft vermehrt Probleme: Reichlich Niederschläge auf unbewachsenen (Acker)-Boden erhöhen die Gefahr der Bodenerosion; Wassermangel in der Vegetationszeit beeinträchtigt das Pflanzenwachstum und damit Ertrag und häufig auch die Qualität.

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